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Deutschland

Parvovirose

Die Parvovirose ist eine höchst ansteckende Viruserkrankung mit potenziell tödlichem Ausgang, insbesondere bei nicht geimpften Hundewelpen. Das Virus wird mit dem Kot ausgeschieden und ist äußerst widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse.

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  • Der Erreger der Parvovirose ist das canine Parvovirus Typ 2 (CPV-2). Die Vermehrung des Virus erfolgt im Verdauungstrakt und im Knochenmark, wodurch sich auch die typischen Symptome erklären. Das Virus ist hoch ansteckend und wird mit dem Kot und den Körperflüssigkeiten ausgeschieden.

    Es ist sehr resistent gegenüber äußeren Einflüssen und kann bis zu einem Jahr in der Umwelt überleben. Die Übertragung der Infektion kann durch direkten Kontakt mit dem Kot infizierter Hunde oder indirekt über die kontaminierte Umwelt bzw. kontaminierte Objekte wie Schlafkörbe, Futternapf oder auch Kontaktpersonen erfolgen. Die Hunde infizieren sich durch orale Aufnahme des Virus.

  • Einige Tage nach der Infektion zeigen sich schwere Krankheitssymptome, die Hunde werden lethargisch und hinfällig. Typische Symptome sind hochgradiges blutiges Erbrechen und blutiger Durchfall. Die Tiere sind oft schwer krank und zeigen Fieber, Fressunlust und Schwäche. Es kommt rasch zu sehr starkem Flüssigkeitsverlust und Austrocknung (Dehydratation), das Blutbild kann auffällig verändert sein und auf eine Anämie (verringerte Anzahl roter Blutkörperchen) sowie eine Panleukopenie (reduzierter Gehalt an weißen Blutkörperchen) hinweisen.

    Nicht geimpfte Welpen sind besonders gefährdet. Die Erkrankung kann rasch fortschreiten, sodass es infolge der Anämie und des Volumenmangelschocks aufgrund des Flüssigkeitsverlustes zum Tod der Tiere kommen kann.

    Die Sterblichkeit der Tiere in der ersten Krankheitswoche ist hoch. Überleben die Tiere diesen Zeitraum, genesen sie häufig komplett.

  • Eine Parvovirose muss vermutet werden, wenn viele Hunde, insbesondere Welpen (im Alter zwischen sechs Wochen und sechs Monaten) in einer Gruppenhaltung blutigen Durchfall und/oder Erbrechen zeigen und besonders empfindliche Tiere rasch sterben. Doch können auch andere Infektionserreger ähnliche Symptome verursachen.

    Eine Bestätigung der Verdachtsdiagnose erfolgt durch Nachweis des Virus im Kot oder bei der Sektion verstorbener Hunde.

    Hunde sollten nach den Empfehlungen des Tierarztes gegen diese ernste Erkrankung geimpft werden.
     

  • Wie bei jeder Viruserkrankung werden mit der Therapie nur die Symptome behandelt, eine Möglichkeit das Virus im Nachhinein abzutöten besteht nicht. Die Therapie muss so früh wie möglich eingeleitet werden. In der Regel ist eine stationäre Aufnahme der Tiere erforderlich. Antibiotika werden eingesetzt um Sekundärinfektionen zu bekämpfen oder Neuinfektionen mit Bakterien vorzubeugen.

    Eine intensive intravenöse Flüssigkeitstherapie dient der Bekämpfung der Dehydratation. Blut und Blutersatzstoffe können gegeben werden um die Anämie zu beheben. Zusätzlich werden Medikamente gegen das Erbrechen verabreicht.

    Infizierte Tiere müssen sofort von den anderen Hunden getrennt und isoliert werden. Zudem müssen sofort strengste Hygienemaßnahmen eingeleitet werden, um durch wirksame Desinfektion eine weitere Kontamination der Umwelt, sowie der Kontaktpersonen (Kleidung, Hände, etc.) zu verhindern.