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Deutschland

Zwingerhusten

Parainfluenza

Der so genannte Zwingerhusten (Parainfluenza) ist eine hoch ansteckende Atemwegserkrankung, ein Komplex aus vielen Symptomen. Die Krankheit wird durch engen Kontakt mit einem infizierten Hund übertragen und wird daher mit Aufenthalten in Hundezwingern in Verbindung gebracht. Der Zwingerhusten wird durch eine Infektion mit Viren und Bakterien verursacht.

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  • An der Mischinfektion sind mehrere verschiedene Erreger beteiligt und es handelt sich um ein multifaktorielles Geschehen. Die wichtigsten beteiligten Virusarten sind das canine Adenovirus Typ 1 (CAV-1) und Typ 2 (CAV-2), das canine Parainfluenzavirus, das canine Reovirus, das canine Herpesvirus, das canine respiratorische Coronavirus und das Bakterium Bordetella bronchiseptica.

    Diese Viren und Bakterien werden von infizierten Hunden über eine Tröpfcheninfektion durch Niesen oder Husten auf gesunde Tiere übertragen. Wo immer viele Hunde auf engem Raum zusammenleben, wie z.B. in Zwingern, Tierheimen bzw. -pensionen oder bei Hundeausstellungen, kann sich die Infektion rasch verbreiten und einen hohen Prozentsatz der Tiere befallen. Die Infektionserreger reizen und schädigen die Schleimhautauskleidung der Luftröhre (Trachea) und der oberen Atemwege; die Hunde beginnen zu husten.

  • Das Hauptsymptom ist starker Husten unterschiedlicher Intensität und Dauer; dieser ist von den einzelnen, im konkreten Fall involvierten Krankheitserregern abhängig. Die Hunde leiden unter einem anfallsartig starken, trockenen Husten, der zu Niesen, Würgen und bis zum Erbrechen führen kann. Vielfach wird der Husten beim Hund vom Tierbesitzer mit Würgegeräuschen, wie beim Erbrechen verwechselt.

    Oft löst Aufregung oder körperliche Anstrengung die Hustenanfälle aus. Allein die Berührung des Halses im Bereich der Luftröhre kann ebenfalls den Husten auslösen. Häufig besteht auch ein Ausfluss aus Nase und Augen. Auch Fieber ist bei vielen betroffenen Hunden vorhanden. In seltenen Fällen entwickelt sich die Entzündung der Luftröhre und Bronchen (Tracheobronchitis) zu einer Lungenentzündung (Pneumonie).

    Bei einem typischen Ausbruch von Zwingerhusten werden bis zu 80% der Hunde infiziert und erkranken, doch kommt es bei den meisten Tieren wieder zur vollständigen Genesung. Erste Symptome zeigen sich 3-5 Tage nach der Infektion. Sie können drei Wochen lang oder länger bestehen.

  • Klinische Diagnose

    • Leben die betroffenen Hunde in Zwingern, ist die Diagnose relativ einfach, da sich meist ein einzelner Neuzugang identifizieren lässt, der die Infektion auf die Kontakttiere übertragen hat und für die rasche Übertragung des Zwingerhustens verantwortlich ist.
    • Bei einzeln gehaltenen Hunden kann die Diagnosestellung schwieriger sein, da Husten auch andere Ursachen haben kann.

    Diagnostische Tests

    • Durch entsprechende Tests können die für den Zwingerhusten verantwortlichen typischen Viren oder Bakterien isoliert werden.

  • Die Therapie ist darauf ausgerichtet, den Husten zu mildern und Komplikationen zu vermeiden.

    • Antibiotika werden zur Behandlung der bakteriellen Infektionen verabreicht.
    • Antitussiva (Hustenblocker), Bronchodilatatoren (Medikamente zur Erweiterung der Atemwege) und entzündungshemmende Mittel sollen den Husten lindern.

    Infizierte Hunde sollten möglichst von anderen, empfänglichen Tieren isoliert werden. Zusätzlich sind entsprechende hygienische Maßnahmen zu ergreifen.

  • Eine Prävention der caninen infektiösen Tracheobronchitis ist durch Impfung gegen die beteiligten Erreger wie z.B. das Parainfluenzavirus möglich. Hundepensionen, Tierheime und ähnliche Einrichtungen weisen Hunde ohne diese gültige Impfung oftmals ab.

    Ist ein Aufenthalt in einer Tierpension oder die Teilnahme an einer Hundeausstellung geplant, sollte der Hund mindestens zwei Wochen davor gegen Zwingerhusten geimpft werden.